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Frauenlauf 

„Frauenliste Bayern“ will landesweit punkten  

Die Freien Wähler haben es vorgemacht: auf Landesebene ist es noch immer möglich, unabhängig von den etablierten Parteien Politik zu gestalten. 
Am Samstag, 17.04.2010, hat sich daher in Hirschaid die „Frauenliste Bayern“ gegründet, um den Anteil an Frauen in politischen Ämtern zu erhöhen. 
Der Ort Hirschaid wurde nicht von ungefähr gewählt, denn hier hatte sich schon 1972 die „Liste der Frauen“ gegründet, die erste ihrer Art in ganz Deutschland. Seither war die unabhängige Wählergemeinschaft ununterbrochen im Hirschaider Marktgemeinderat vertreten. 
In dieser geschichtsträchtigen Umgebung also haben rund 30 Frauen aus ganz Bayern gestern Politik aus weiblicher Perspektive auf die Landesebene gehoben. Die Riege des Vorstandes ist weitgehend identisch mit dem Vorstand des „Landesverbandes der Frauenlisten in Bayern“, unter dessen Dach seit 1998 alle bayerischen Frauenlisten zusammengeschlossen sind. 
Die frisch gewählte Vorsitzende Regina Thum-Ziegler fasste die politischen Ziele zusammen: „Wir wollen als Frauen eine moralisch integere Kraft sein, denn die Männer haben ihre Glaubwürdigkeit durch ihr Versagen in verantwortlichen Posten verspielt“, und damit meinte sie nicht nur die Skandale rund um die Bayerische Landesbank. Die „Frauenliste Bayern“ wird nun ihre Arbeit aufnehmen und in der nächsten Zeit ein politisches Programm aufstellen, mit dem zur nächsten Landtagswahl 2014 ein erster Anlauf auf den Landtag stattfinden wird.

Dem Landesvorstand gehören neben Regina Thum-Ziegler ihre drei gleichberechtigten Stellvertreterinnen Ursula Greinert, Gabi Schedlbauer und Barbara Geppert sowie die Schatzmeisterin Petra Köstner und die Schriftführerin Maria Gerstner an. Die Satzung sieht bis zu sieben Beisitzerinnen vor – für jeden Regierungsbezirk eine. Gewählt wurden am Samstag fünf, davon die Hirschaiderin Lissy Nagengast als Vertreterin für Oberfranken.

 

 

Rege und intensiv wurde vorab die Frage diskutiert, ob die „Frauenliste Bayern“ auch für männliche Mitglieder offen sein soll. Hier schieden sich die Geister, denn in den Frauenlisten aus kommunaler Ebene wird das unterschiedlich gehandhabt. Schließlich einigten sich die Gründungsmitglieder darauf, Männer als Mitglieder prinzipiell aufzunehmen, sie aber nicht für unmittelbare Vorstandsposten zuzulassen bzw. als Kandidaten aufzustellen. Mit dieser Regelung folgt die „Frauenliste Bayern“ ihrem Ziel, für Gleichberechtigung der Geschlechter einzutreten und es konsequent zu verfolgen. 
Auch die Frage, ob eine Frauenliste auf Landesebene überhaupt sinnvoll sei, sorgte für Diskussionen. Für die Gründungsmitglieder war dies aber ein logischer Schritt, denn durch die Gründung des Landesverbandes der Frauenlisten im Jahr 1998 war bereits eine Basis geschaffen worden, auf der sich die politisch engagierten Frauen vernetzen. 
Darauf will die Landesliste nun aufbauen. Das unterscheide sie, so Regina Thum-Ziegler, von der Feministischen Partei, die zwar intensiv programmatisch arbeite, aber keine Grundlagen vor Ort habe. Die Frauen der „Frauenliste Bayern“ bringen bereits jahrelange kommunalpolitische Erfahrung aus Gemeinde-, Stadt-, Kreis- und Bezirksräten mit.

Vor der Gründung der Landesliste hatte an gleicher Stelle die Jahreshauptversammlung des Landesverbandes der Frauenlisten stattgefunden. Von den 18 Mitgliedslisten waren Vertreterinnen aus Kronach, Teuschnitz, Oberammergau, Nördlingen, Donau-Ries, Moosach, Wallersdorf, Kempten, Wemding, Tuntenhausen und Schnaittach gekommen, dazu selbstredend eine Reihe von Mitgliedern der gastgebenden „Liste der Frauen“ aus Hirschaid. Bei der turnusmäßigen Neuwahl wurde der Vorstand aus Regina Thum-Ziegler (Erste Vorsitzende), Gabi Schedlbauer und Barbara Geppert (Stellvertreterinnen), Maria Gerstner (Schriftführerin) und Petra Köstner (Schatzmeisterin) im Amt bestätigt. Nach einer Diskussion über eine mögliche Neugestaltung des Verbandslogos gab die Vorsitzende noch ein paar Zahlen bekannt. So sind derzeit nur 17,7% der Mandate in kreisangehörigen Gemeinden mit Frauen besetzt. Um die gesellschaftliche Situation wiederzuspiegeln, wäre eine 50-50-Verteilung erstrebenswert. Zudem sind in 142 von 2056 bayerischen Kommunalparlamenten überhaupt keine Frauen vertreten, 15 davon in Oberfranken. Im Landkreis Bamberg ist im Übrigen der Markt Ebrach die einzige Gemeinde ohne Frauen im Gremium.

 

   

Pressemitteilung
des Landesverbands Frauenlisten Bayern e.V. - LFB
15.04.2010

Kommunale Frauenlisten gründen 
FRAUENLISTE Bayern e.V.
 

Es gibt sie schon sehr lange auf kommunaler Ebene in Bayern, reine Frauenlisten, die zu den Kommunalwahlen antreten, Mandate bekleiden und im Kleinen viel in Richtung Geschlechtergerechtigkeit bewegen. In der oberfränkischen Marktgemeinde Hirschaid trat im Jahre 1972 erstmals in Bayern eine reine Frauenliste an und zog mit einer Frauenlisten-Gemeinderätin in den Marktgemeinderat ein. Seitdem sind nach und nach weitere Frauenlisten entstanden mit dem Ziel, mehr Frauen in die kommunalpolitischen Gremien zu entsenden. Der Frauenanteil auf kommunaler Ebene liegt auch nach der letzten Kommunalwahl 2008 nach Angaben des Statistischen Landesamts immer noch erschreckend niedrig bei rund 18 Prozent bei den kreisangehörigen Gemeinden.

 

1998 wurde der Landesverband der bayerischen Frauenlisten aus der Taufe gehoben. Er umfasst mittlerweile 20 eigenständige Mitgliedslisten, insgesamt 39 Mandate haben die Frauenlisten in den Kreistagen, Gemeinde- und Stadträten bei der letzten Kommunalwahl errungen. Das ist immer noch viel zu wenig, meint die Vorsitzende des Landesverbands Frauenlisten Bayern e.V., die Donau-Rieser Stadt- und Kreisrätin Regina Thum-Ziegler, und freut sich über die momentane Diskussion der CSU um die Einführung einer Frauenquote. Um auch landespolitisch mehr für die Gleichberechtigung der Geschlechter tun zu können, wird am Samstag, 17.4.2010,  in Hirschaid die FRAUENLISTE Bayern e.V. gegründet. Diese soll die Teilnahme bei den nächsten Landtagswahlen 2013 vorbereiten. Interessierte Frauen sind herzlich eingeladen, Gründungsmitglied zu werden. Weitere Informationen unter www.frauenlisten.de.

Kontakt:

Regina Thum-Ziegler (Vorsitzende des LFB)

Ludwig-Thoma-Str. 8, 86650 Wemding, Tel.: 09092/9666887, RThum-Ziegler@t-online.de, www.frauenlisten.de

Landesverband Frauenlisten Bayern e.V.

Maria Gerstner, Haarbühl 20, 96342 Stockheim
Tel.  09265/5818 o. 09261/52015, E-Mail:
maria.gerstner@t-online.de  

Frauenliste Bayern e.V. 
Haarbühl 20 
96342
Stockheim                                                                           

Liebe Frauenlistenfrauen,  

zur  Jahreshauptversammlung 2010 laden wir Euch ganz herzlich ein. 

Jahreshauptversammlung 17. April 2010 
in Hirschaid
 
Gaststätte „Neue Linde“, Bahnhofstraße
13, 96114 Hirschaid

 

Tagesordnung:  

10:00 Uhr       Ankunft und Frühstück 
11.00 Uhr       Begrüßung

           
            Rechenschaftsbericht
                       
Kassenbericht
                        Bericht der Kassenprüferinnen

                       
Entlastung der Vorstandschaft
                       
Neuwahlen
                       
Wünsche und Anregungen                  

12.30 Uhr       Mittagessen

13.30 Uhr        „Unser Hirschaid“  
                       
Besichtigung mit der „Liste der Frauen“

14.30 Uhr        FRAUENLISTE Bayern e.V.
                       
Diskussion und Gründung
                       
dazwischen Kaffeepause

17.00 Uhr        Pressekonferenz

18:00 Uhr        Ende

                        Abendessen  

Am Abend: 
Kulturelles Angebot im Museum „Alte Schule“ 

 

 

   

Bilder vom Jubiläum

10 Jahre Landesverband

Frauenlisten Bayern 
e. V.

Pressemitteilung des Landesverbands Frauenlisten Bayern e.V.  

Der Landesverband der Frauenlisten feiert in Wemding sein zehnjähriges Bestehen  

Wemding (pm). Am Samstag, 12. April 2008, ist für die bayerischen Frauenlisten ein besonderer Tag: Vor zehn Jahren wurde der Frauenverband in Wemding aus der Taufe gehoben und genau am gleichen Ort begehen die 18 Mitgliedslisten des Verbands ( Kempten, Kronach, Oberammergau, Schnaittach, Steingaden, Tuntenhausen, Wemding, Lam, Wertach, Moosach, Feldafing, Bachgau/Großostheim, Goldkronach, Hirschaid, Rimbach, Wallerdorf, Spalt und Donau-Ries) nun feierlich ihr zehnjähriges Jubiläum. Dazwischen liegen zwei Kommunalwahlen, eine Bezirkstagswahl, neun Frauenläufe, der Beitritt zum Bayerischen Landesfrauenausschuss, das Projekt Frauenoffensive – Frauen in die Kommunalpolitik, zwei Auflagen des SOS-Flyer „So gründen wir Frauenlisten“ und natürlich viel Arbeit als Kreis-, Stadt- oder Gemeinderätinnen in den Gremien.

Am Vormittag findet die Jahreshauptversammlung statt und am Nachmittag ab 14 Uhr haben die vielen kommunalpolitisch tätigen Frauen allen Grund mit ihren Gästen zum Feiern. Die Kommunalwahlen haben sie hinter sich und die Frauenlisten konnten teils erfreuliche Ergebnisse erzielen. Aber dennoch ist festzuhalten: Es gibt immer noch viel zu wenig Frauen vor allem auf der untersten politischen Ebene der Kommunalpolitik, der Frauenanteil liegt bei unter 20 Prozent. „Da gibt es noch viel zu tun“, sagt die die Wemdinger Stadt- und Kreisrätin und zugleich Vorsitzende Regina Thum-Ziegler, „ohne uns wäre das Bild noch düsterer.“

Als Festrednerin spricht die Vorsitzende des Bayerischen Landesfrauenausschusses Hildegund Rüger zum Thema Frauen in der Politik. Die Ergebnisse der Kommunalwahlen aus Frauensicht erläutert die anschließend Regina Thum-Ziegler. Eine PowerPointPräsentation wird die geleistete politische Arbeit sichtbar machen. Die Vorstandsfrauen Barbara Geppert (Ederheim), Andrea Hinterwaldner (Moosach), Maria Gerstner (Kronach) und Petra Köstner (Kronach) werden die Bilder kommentieren.

     

   
 

 

Abschluss der Jahreshauptversammlung 2007
in Kronach auf der Festung Rosenberg

Bei der Präsentation der Ergebnisse der verschiedenen Workshops

Nach getaner Arbeit der Dank an die Leiterinnen der Workshops: (von links) Petra Zenkel, Referentinnen Isolde Reinold und Heidi Körbel, Luitgard Mölter

 

 

 

 

 

 

 

unten: Pressebericht aus dem "Fränkischen Tag" vom 23.04.2007

   

Verdienstkreuz am Bande 
des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland 
für 
Klara Wagner, Hirschaid

Gründungsmitglied und Ehrenvorsitzende der 
„Liste der Frauen“ Hirschaid

Bild: 
Staatssekretär Georg Schmid, Klara Wagner, 

Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland 
für Klara Wagner, Hirschaid

Auf Vorschlag von Frau Franziska Kleiner, Hirschaid und nach Prüfung des Herrn Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber hat Herr Bundespräsident Dr. Horst Köhler Frau Klara Wagner mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
Am Montag, 30. Oktober 2006 überreichte Herr Staatssekretär Georg Schmid in seinem Büro im Bayerischen Staatsministerium des Innern, diese hohe Auszeichnung persönlich. In seiner Laudatio sprach Herr Staatssekretär Schmid:  

„Sehr geehrte Frau Wagner,
Sie engagieren sich seit Jahrzehnten in zahlreichen Ehrenämtern zum Wohl der Allgemeinheit. So gründeten Sie 1972 die „Liste der Frauen“ und waren deren Vertreterin für mehr als 25 Jahre im Marktgemeinderat von Hirschaid. Sie haben sich in dieser Zeit für die Interessen und Belange Ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger in vorbildlicher Weise eingesetzt.  

Durch Ihre aktive und wertvolle Mitarbeit in verschiedenen Arbeitskreisen Ihres Heimatortes – und an vielen Stellen über die Arbeitskreisarbeit hinaus – haben Sie maßgeblich zur Entwicklung des Marktes Hirschaid beigetragen. So waren Sie zum Beispiel im „Heimatkundlichen Arbeitskreis“ vertreten, haben sich im Arbeitskreis für die Orts-Chronik engagiert und sich mit den städtebaulichen Fragen zum Ortskern von Hirschaid beschäftigt. Auch haben Sie an der Dokumentation über die Hirschaider Jüdische Gemeinde tatkräftig mitgearbeitet.  

Als Ortwaisenrätin und Betreuungsrätin für den Ortskern Hirschaid engagierten Sie sich viele Jahre. Von 1999 bis 2002 übten Sie das Amt einer Heimbeirätin im Pflegezentrum Regnitzau aus.  

Liebe Frau Wagner, neben all diesem, für unsere Gesellschaft so wichtigen Engagement, gehören Sie seit über 50 Jahren dem „Katholischen Deutschen Frauenbund e.V.“ an. Lange Zeit waren Sie dort die stellvertretende Vorsitzende der staatsbürgerlichen Kommission im Diözesanverband Bamberg und haben auch die Ämter der Schatzmeisterin und der Schriftführerin im Zweigverein Hirschaid übernommen. Mehrere Jahre wirkten Sie zudem als stellvertretende Vorsitzende des Diözesanverbandes Bamberg.  

Weiteres ehrenamtliches Engagement erbrachten Sie als Schöffin am Amts- und Landgericht Bamberg sowie als Mitglied des Pfarrgemeinderates St. Vitus, wo Sie sich noch heute als Lektorin immer wieder zur Verfügung stellen.  

Sehr geehrte Frau Wagner, Sie können auf ein Lebenswerk zurückblicken, das stets geprägt war von beispielhaftem persönlichen Engagement für die Belange unseres Gemeinwohls. Es freut mich ganz besonders, nun Sie, liebe Frau Wagner, mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland auszeichnen zu dürfen.“  

Wir freuen uns, dass unser Gründungsmitglied und Ehrenvorsitzende der „Liste der Frauen“ Hirschaid diese hohe Auszeichnung durch den Bundespräsidenten verliehen wurde. Mit dieser Ehrung wurden die Leistungen und das Engagement von Frau Klara Wagner entsprechend gewürdigt.    

 

 
 

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Ansprechpartnerin:      Regina Thum-Ziegler
Ludwig-Thoma-Str. 8
86650 Wemding
Tel.: 0 90 92 / 9 00 67
Fax: 0 90 92 / 9 00 69
e-mail: RThum-Ziegler@t-online.de
   

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